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Der Perseiden-Meteorstrom im August 2011

Im August, dem Monat mit den meisten Sternschnuppen im Jahr, lässt sich einer der ergiebigsten Meteorströme beobachten: Die Perseiden. Meteorströme sind sehr interessante Beobachtungsobjekte, da man im Gegensatz zu sporadischen Meteoren, die zufällig verteilt auftreten, sehr genau vorhersagen kann, wann und wo ein Strom auftritt.

Beobachtung

Allgemein

Bei Meteorströmen scheinen alle Meteore von einem Punkt am Himmel auszugehen. Dieser Punkt ist der Radiant. Der Name kommt daher, da alle Meteore eines Stromes scheinbar radial von diesem Punkt wegströmen.

Jedoch beginnen nicht alle Leuchtspuren von Meteoren exakt im Radiant. In den allermeisten Fällen starten sie einige Grad bis 10er Grad von ihm entfernt. Erst wenn man die Spuren gedanklich rückwärts verlängert, schneiden sie sich im Radianten.

Die Abbildung zeigt das Sternbild Perseus (links) und Cassiopeia (rechts). Der Radiant der Perseiden zum Zeitpunkt des Maximums befindet sich etwa in der Mitte des Bildes.

Der Radiant der Perseiden.

Grafik erstellt mit Calsky (www.calsky.de), manuell beschriftet.

Perseiden im August 2011

Die meisten Perseiden-Meteore sind im Zeitraum vom 10. bis 14. August zu beobachten. Das relativ kurze Maximum tritt aller Voraussicht nach in der Nacht zum 12. August auf. Es werden bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde erwartet.

Als beste Beobachtungszeit gilt die Zeit von 22 Uhr bis vier Uhr morgens.

Ergänzender Artikel: Beobachtung von Meteoren (Sternschnuppen)

Fotografie

Die Fotografie eines Meteorstroms ist denkbar einfach. Man benötigt lediglich eine Spiegelreflexkamera mit Weitwinkelobjektiv, das mit einem stabilen Stativ auf die Region des Radianten gerichtet wird. Als Empfindlichkeit empfehlen sich 200 bis 400 ISO.

Die Belichtungszeiten sollten mindestens einige Minuten betragen, um genügend Meteore auf das Bild zu bekommen. Je nach Aktivität kann die Belichtungszeit abhängig von der Himmelsaufhellung so lange verlängert werden, wie sich das Hintergrundrauschen des Sensors nicht bemerkbar macht.

Idealerweise legt man die Beobachtungszeit zur Fotografie in die Zeit um das vorhergesagte Maximum.

Eine ausführliche Anleitung zur Fotografie von Meteoren und Meteorströmen finden Sie hier: Fotografie von Meteoren

Hintergrund

Die Perseiden haben ihren Ursprung im Kometen Swift-Tuttle. Dieser Komet befindet sich in Auflösung und hat sein Material auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verteilt. Beim Perseidenstrom kommt die Erde der Bahn des Kometen sehr nahe und sammelt dann die vom Komet verteilten Partikel ein. Swift-Tuttle hat eine Umlaufzeit von 133 Jahren. Der letzte Periheldurchgang war 1992.

Aus diesem Grund sind helle Meteorströme stets sehr kurzzeitige Ereignisse.