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Venus trotz Wolken
und Saturn im 70/900 mm-Refraktor

Datum: 11.07.2015

Zeit: 21h50m MESZ (Venus) und 22h49m bis 22h54m MESZ (Saturn)

Ort: Berlin Siemensstadt

Optik: 70/900 mm Skywatcher FH Refraktor

Vergrößerungen: 100-fach (Baader Ortho 9mm und Zenitprisma)

Seeing: 2

Durchsicht: schwache horizontnahe Dunstschichten (Venus), gut (Saturn)

Venus

Nachdem es den ganzen Tag komplett bewölkt war, klarte es etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Venussichtbarkeit mit dem bloßen Auge auf. Also schnell den 70/900er mit EQ-2 aufgebaut und ausgerichtet.

Venus erschien als grelle, zu 25 Prozent beleuchtete Sichel. Die Beleuchtung und Helligkeit war gleichförmig. Im Gegensatz zu Beobachtungen während der Venus-Jupiter-Konjunktion zu Monatsbeginn zeigte sich keine Helligkeitsabnahme in Richtung Venus-Terminator. Vermutlich liegt das am Einfluss der horizontnahen Dunstschichten bei 11 Grad über dem Horizont.

Die Venussichel war sehr stark von atmosphärischer Dispersion beeinträchtigt: Der Nordpol zeigte einen roten, der Südpol einen blauen Farbsaum.

Immer wieder zogen dünne Wolken an Venus vorbei. Im Gegensatz zu anderen Planeten führte das bei Venus zu einer Verbesserung des Bildes: Die Farbsäume wurden komplett absorbiert, das Bild wurde schärfer und gleichzeitig angenehm in der Helligkeit gedämpft. Hier stellt Venus als Planet ohne Oberflächendetails einen Spezialfall dar: Bei anderen Planeten führt leichte Bewölkung zu einer Kontrastminderung, es sind weniger Details erkennbar.

Saturn

Die Planetenkugel zeigte das Haupt-Wolkenband und warf einen sehr kurzen Schatten auf die Ringe östlich der Planetenkugel (bezogen auf äquatoriale Koordinaten). Die Ringe waren vor dem Planet deutlich erkennbar. Das Wolkenband war etwas blasser als bei der letzten Beobachtung am 2.7.2015.

Die Cassini-Teilung war in den äußeren Bereichen der Ringe (den "Ansen") etwas deutlicher als am 2.7. zu erkennen, jedoch wieder hart an der Auflösungsgrenze. Die Helligkeitsunterschiede zwischen A- und B-Ring waren hingegen weniger deutlich als bei der letztgenannten Beobachtung.

Titan war nicht beobachtbar.

Insgesamt schien Saturn von schwachen, mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Dunstschichten in der Erdatmosphäre beeinflusst.

Hier geht es zum Beobachtungsblog.